Moderne Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz

In unserer hektischen und von Erfolgsdruck getriebenen Arbeitswelt sind Erholung und Wohlbefinden notwendige Gegenspieler, die unsere Leistungsfähigkeit langfristig aufrechterhalten. Welche Gesundheitsrisiken birgt unser Büroalltag und welche Massnahmen hat das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) parat hat.

Häufig sind wir während der Arbeit unterbewusst vielen physischen und psychischen Stressfaktoren ausgesetzt: Bereits niedrige Geräuschpegel im Grossraumbüro beeinträchtigen unsere Arbeitsleistung oder die falsche Haltung am Arbeitsplatz führt über kurz oder lang zu Muskel-Skeletterkrankungen, welche unseren Arbeitstag zur Tortur werden lassen. Besonders unsere mentale Gesundheit ist nicht zu vernachlässigen, denn die steigende Komplexität der Arbeitswelt 4.0 hinterlässt bei uns ein zunehmendes Gefühl der Überforderung und wird zur psychischen Zerreissprobe.

Gängige Präventionsmassnahmen wie die Bezuschussung des Fitnessstudios oder die Einführung eines Gesundheitstags können schon einiges bewirken und schärfen zumindest unser Gesundheitsbewusstsein. Damit Beschäftigte jedoch langfristig den richtigen Umgang mit Stress erlernen und eine gewisse Stresskompetenz entwickeln können sind insbesondere gute Führungskräfte gefragt! Diese sollten das methodische Know-how aufweisen, ihren Mitarbeitern Hilfe zur Selbsthilfe zu stellen: D.h. Führungskräfte sollten ihre Mitarbeiter zu einer grundlegenden Selbst-Management-Kompetenz befähigen und deren Selbstwirksamkeit stärken. Das wappnet sie, um mit den rasant verändernden Anforderungen der digitalen Arbeitswelt stressfrei umzugehen.

 In diesem Kontext ebenfalls interessant ist das Thema Nudging am Arbeitsplatz. „Nudging“ beschreibt einen modernen Präventionsansatz in der betrieblichen Gesundheitsförderung und heißt so viel wie „anstupsen“. Ziel ist es, den Mitarbeitern gesunde Alternativen aufzuzeigen und gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern. Unsere Empfehlung? Die (freiwillige) Teilnahme an einem Gesundheitsangebot einfach mal voraussetzen. Wer nicht partizipieren möchte, muss sich aktiv wieder abmelden. So bleibt die finale Entscheidung den Mitarbeitern selbst überlassen, gleichzeitig werden Handlungshemmschwellen eingerissen und der uns allen bekannte, sogenannte „inneren Schweinehund“ leichter überwunden.

Ergreifen auch Sie die Initiative und informieren sich im Rahmen der ArbeitsSicherheit Schweiz über neue Trends in der innerbetrieblichen Gesundheitsförderung. Neben einem spannenden Vortragsprogramm widmet die vom 26. bis 28. Mai 2020 in der Bernexpo stattfindende Fachmesse dem Thema BGM eine eigene Ausstellungsfläche und arbeitet eng mit dem Schweizer BGM-Netzwerk zusammen. Wir freuen uns auf Sie!

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